INR-Schulungen

Die Selbstbestimmung der Gerinnungswerte (Quick- bzw, INR-Wert) hat sich ähnlich wie bei der Blutzuckermessung beim Diabetes mellitus durchgesetzt. Über 100.000 Menschen messen in Deutschland ihre Blutgerinnung zu Hause mit dem CoaguChek INRange-Gerät.

Die Bedienung des CoaguChek-Gerätes ist einfach. "Marcumar-Patienten" erlernen die Bedienung des Gerinnungsmessgerätes in einer Schulung, die für jung und alt verständlich ist. Neben der Bedienung des CoaguChek-Gerätes informieren wir über die Zusammenhänge der Gerinnung, über Thrombose- und Blutungsgefahren, erklären Begriffe wie Vorhofflimmern, Gerinnnungsfaktoren, APC-Resistenz, Faktor-V-(Leiden)-Mutation u.a., klären über Medikamentenwechselwirkungen auf und diskutieren mit Ihnen die Bedeutung von Nebenwirkungen und die Einflüsse von Nahrungsmitteln, Krankheiten, Reisen u.a.

Auch die Interpretation der Messwerte (Quick-/INR-Wert) ist Gegenstand der Schulung, so dass der Patient nach unseren Übungen sich gefahrlos selbst kontrollieren und die Einnahme der Marcumar-Tabletten (oder anderer Cumarin-präparate) selbst regulieren kann. Die Kontrolle durch den Hausarzt ist nur noch alle drei Monate notwendig.

Unser Schulungszentrum gehört zu den größten Schulungszentren in Norddeutschland mit Sitz in Hamburg-Harburg. Es wird von einer erfahrenen Schulungstrainerin und einer Ärztin geleitet. Durch eine enge Kooperation mit Hausärzten und Marcumarpatienten werden für den Patienten optimale Ergebnisse erzielt. Unter anderem wird unsere Schulung zur Gerinnungsselbstkontrolle von der Universität Eppendorf in Hamburg empfohlen.


Liebe Patienten,

wenn Sie auf Grund Ihrer Erkrankung für längere Zeit Gerinnungshemmer einnehmen müssen (mehr als 2 Jahre), sich aber gerne die Gerinnungswerte selbst kontrollieren wollen, so können Sie bei uns an einer Schulung teilnehmen.

Wir bieten Ihnen einen Schulungskurs zur Selbstkontrolle der Gerinnungstherapie mit dem Gerät Coaguchek-INRange der Firma Roche an. Mit dem Gerät können Sie selbst zu Hause bequem und schmerzlos den sogenannten INR-Wert zuverlässig messen. Das Gerät und das nötige Zubehör erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.

Die Schulungen finden an 2 Terminen für jeweils etwa 3 Stunden in kleinen Gruppen statt. Sie werden nach einem zertifizierten Schema durchgeführt. Wir nehmen uns so viel Zeit bis Sie alles verstanden haben und das Gerät sicher bedienen können. Ihren Ehepartner oder einen Angehörigen können sie gerne mitbringen, so lernen sie gemeinsam etwas über den Hintergrund der Therapie und den Umgang mit dem Gerät. Keine Angst, es tut nicht weh und für alle Fragen und zum Üben ist genügend Zeit.

In Deutschland gibt es mittlerweile fast 1 Mill. Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen. Schon ca. 100.000 kontrollieren ihre Gerinnung selbst und haben damit sehr gute Erfahrung.

Die Schulungsgebühr beträgt 170 Euro. Während die Krankenkassen die Kosten für das Gerät erstatten, sind sie zur Erstattung der Schulungsgebühr nicht verpflichtet. Die meisten Kassen erstatten den Betrag jedoch vollständig oder zum größten Teil nach Vorlage des Schulungszertifikats.

Für die Schulung benötigen Sie nur Ihren Ausweis zur Antikoagulanzienbehandlung und Ihren therapeutischen Zielbereich (INR-Bereich). Sie erfahren ihn von Ihrem Hausarzt. Ihr Hausarzt wird über die Schulung von uns schriftlich informiert und betreut sie auch weiter.

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir haben für Ihre Patienten ein Schulungszentrum zur Selbstkontrolle der Marcumartherapie eingerichtet. Aus folgendem Grund und mit folgenden Vorteilen:

Hintergrund: Mittlerweile gibt es in Deutschland ca. 1 Mill. Menschen, die mit einem Gerinnungshemmer dauerhaft behandelt werden. Viele der Patienten sind in der Lage mit einem "Gerinnungsmonitor" den INR-Wert selbst zu bestimmen. Über 100.000 Menschen machen von dieser Möglichkeit bereits Gebrauch. Alle Studien über die Selbstkontrolle der Antikoagulation (zuletzt die ESCAT I-Studie) haben gezeigt, dass die Komplikationsraten (Blutungen oder Thromboembolien) der selbst kontrollierten Patienten deutlich niedriger sind im Vergleich zur herkömmlichen Überwachung. Die Krankenkassen übernehmen daher zunehmend die Kosten für Geräte und überwiegend für die Schulungsgebühren. Mit den neuen Stechhilfen und der neuen Gerätegeneration (CoaguChek INRange) wird die Kontrolle immer einfacher und sicherer, so dass sogar einige 85jährige ihre Werte selbst überwachen.

Verordnung/Kosten: KEINE ANGST VOR REGRESS WEGEN ÜBERSCHREITUNG DES ARZNEIMITTELBUDGETS! Die Geräte und Stechhilfen unterliegen der Hilfsmittelverordnung und werden von den Kassen bezahlt, wenn eine dauerhafte Marcumartherapie (> 2 Jahre) und eine medizinische Begründung vorliegt (Ausnahme: bei einigen Privatkassen sind die Leistungen explizit ausgenommen). Da nach dem Hilfsmittelverzeichnis der durchschnittliche Verbrauch pro Patient 100 Teststreifen pro Jahr beträgt, kann von einer wirtschaftlichen Verordnung bis zu dieser Menge ausgegangen werden. Daraus ergibt sich die Begründung für die Erhöhung des Arzneimittelbudgets um den Betrag der verordneten Teststreifen - um eventuellen Regressforderungen entgegenzuwirken. Pro Quartal liegt das Verordnungsvolumen bei wöchentlicher Bestimmung bei etwa € 42.

  • Teststreifen sind leistungsrechtlich sogenannte Geltungs-Arzneimittel im Sinne des § 2 AMG.
  • Das Messgerät, die Qualitätskontrollen und die Lanzetten sind Hilfsmittel.
  • Das CoaguChek INRange ist im Hilfsmittelverzeichnis mit der Positionsnummer 21.34.01.1001 aufgenommen worden.
  • Leistungsrechtlich besteht ein Anspruch auf Blutteststreifen nach § 31 Absatz 1 SGB V, so dass diese nicht Bestandteil dieser Produktgruppe sind. Nach § 31 Absatz 3 SGB V entfällt für Blutteststreifen jedoch die Zuzahlungspflicht für Versicherte. Es kann von einem durchschnittlichen Verbrauch von ca. 100 Streifen pro Jahr ausgegangen werden." (Zitat aus: Hilfsmittelverzeichnis Produktgruppe 21, Bundesanzeiger Ausgabe 147 vom 9.8.2002)
  • Begründungen für die Verordnung eines CoaguChek-Geräts: Schlechte Venenverhältnisse, Schichtarbeit, zeitweises Leben im Ausland, Immobilität u. a.

Voraussetzung: Der Ziel-INR-Bereich muss bekannt sein. Ihr Patient sollte voraussichtlich für >2 Jahre Marcumar einnehmen müssen und nicht dement sein. Allerdings sind auch Schulungen der Angehörigen oder Pflegebetreuer möglich. Der schulende Arzt trägt die Verantwortung für die Eignung des Patienten zur Selbstkontrolle, so dass Sie auch Patienten anmelden können, deren Eignung nicht sicher ist. Der Schulungsarzt darf nur nach erfolgreicher Schulung das Zertifikat aushändigen.

Organisation: Geben Sie Ihren Patienten unsere Telefonnummer, den Rest organisieren wir. Der Patient bleibt Ihr Patient und sollte mindestens 1 Mal im Quartal von Ihnen weiterhin kontrolliert werden. Aufgrund der unterschiedlichen Methoden sollte anstelle des Quick- der INR-Wert zur Beurteilung herangezogen werden. Auch nach der Schulung stehen wir Ihnen und dem Patienten weiterhin beratend zur Seite. Nachschulungen z.B. von Angehörigen sind möglich.

Ablauf der Schulung: Die Schulung findet an mindestens zwei Tagen nach mündlicher Terminvereinbarung (über mindestens 6 Stunden) nach einem vorgegebenen zertifizierten Standard mit großen anschaulichen Schautafeln in einem geeigneten Raum statt. Die Vermittlung der theoretischen Grundlagen erfolgt immer durch einen Arzt mit entsprechender Erfahrung und zertifizierter Ausbildung, die praktische Ausbildung durch eine ebenfalls zertifizierte Mitarbeiterin (Frau Hübner).

Kosten für den Patienten: Kosten für Gerät und Stechhilfen zahlt die Kasse (Ausnahme einige Privatkassen). Die Schulungsgebühr (170,00€) muss von dem Patient vorgestreckt werden, wird von den Kassen aber mindestens anteilig erstattet, eine Erstattungspflicht besteht allerdings nicht. Die Teststreifen sind leistungsrechtlich sogenannte Geltungs-Arzneimittel. Sie werden vom Arzt verschrieben. Nach §31 SGB V entfällt die Zuzahlungspflicht für Versicherte.

Gemäß der Standards der ASA
(Arbeitsgemeinschaft für die Selbstkontrolle der Antikoagulation e.V.)

  • Kurze Einführung in die Grundlagen der Blutgerinnung
  • Erläuterung der Wirkung von Gerinnungshemmern
  • Erklärung der Einnahme von Gerinnungshemmern und Erläuterung des jeweiligen individuellen therapeutischen Bereichs
  • Erläuterung der Unterschiede zwischen Quick-Wert und INR-Wert
  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
  • Auswirkungen einer Vitamin K-reichen oder -armen Ernährung
  • Verhalten bei notwendiger Unterbrechung der Therapie mit Gerinnungshemmern
  • Mehrmaliges Vorführen und anschließend selbstständiges Messen mit dem CoaguChek-Gerät
  • Gemeinsames Ausfüllen des Gerinnungshemmerpasses
  • Verhalten/Therapieänderung bei hohen und niedrigen Gerinnungswerten
  • Dosis-Training anhand von Fallbeispielen

Ablauf der Schulung: Die Schulung findet an mindestens zwei Tagen nach mündlicher Terminvereinbarung (über mindestens 6 Stunden) nach einem vorgegebenen zertifizierten Standard mit großen anschaulichen Schautafeln in einem geeigneten Raum statt. Die Vermittlung der theoretischen Grundlagen sowie die praktische Ausbildung erfolgt durch eine zertifizierte Mitarbeiterin (Frau Hübner).

Die Teilnahme ist ausschließlich nach vorheriger Anmeldung direkt bei unserer Schulungsleiterin Frau Hübner Tel.: 040 76696-403 möglich. Nehmen Sie Kontakt per E-Mail auf.

Schulungstrainerin:
Fr. Hübner

Telefon: 040 76696-403
E-Mail: rih(at)froreich-bioscientia.de

 

Schulungsärztin:
Dr. Iris Brand

Telefon: 040 76696-0

 

Lage/Anfahrt