Spezielle klinische Chemie

Die Abteilung Klinische Chemie führt die Diagnostik spezieller klinisch-chemischer Parameter durch. Im Vordergrund stehen Analysen, die aufgrund aufwändiger Methodik, geringer Frequenz oder schwieriger Interpretation nicht zu den rationalisierungsfähigen Leistungen gehören. Zu den Schwerpunkten gehören das TDM (therapeutic-drug-monitoring) für z.B. Immunsuppressiva oder Antikonvulsiva sowie die Drogenanalytik.

Vielfalt und Innovation

Die Herausforderung, das breite Parameter-Spektrum zu bearbeiten, wird über die mehr als fünfzehn unterschiedlichen Messverfahren, die der Abteilung Klinische Chemie zur Verfügung stehen, angenommen und bewältigt. Für die verschiedenen Anforderungen werden klassische Spezialfärbungen mit mikroskopischer Auswertung, verschiedene Elektrophorese-Techniken und moderne chromatographische Verfahren bis zur Massenspektroskopie eingesetzt. Ein Ziel ist es hierbei immer auf dem neuesten Stand zu sein, um sich so auch für neue Aufgaben zu wappnen.

Neben den vorhandenen photometrischen Verfahren zur Substrat- und Enzymbestimmung stehen Gas- und Flüssigchromatographen mit massenselektiven Detektoren zur Verfügung.

Über die massenspektrometrische Analyse lassen sich nicht nur positive Drogen-Suchteste bestätigen, sondern auch differenzieren. So kann z.B. ein positiver Suchtest auf Opiate durch die Massenspektrometrie nicht nur bestätigt werden, sondern anhand der verschiedenen Analyten (Morphin, Codein, Heroin u.a.) auch differenziert werden.

In dieser Abteilung wird auch die zeitaufwendige Urinproteinelektrophorese mittels SDS-Page durchgeführt. Die individuelle Auswertung des Ausscheidungsmusters zusammen mit den quantitativen Urinproteinanalysen und des Guder/Hofmann-Algorithmus erfolgt durch unsere Laborärzte.

Für den Nachweis und die Therapiekontrolle einer Helicobacter pylori-Infektion durch den sog. C13-Harnstoff-Atemtest, einer nichtradioaktiven, den Patienten nicht belastenden Untersuchung aus Atemluftproben, wird auf die Infrarotspektroskopie zurückgegriffen.

Für die Bestimmung von Spurenelementen und toxischen Metallen ist das Labor mit Atomabsorptionsspektrophotometern (AAS) in Flammen- und Graphitrohr-Technik ausgerüstet.

Ein weiterer Bereich der klinischen Chemie ist die Gerinnungs- und Thrombophilie-Diagnostik.